Stephan Koß: LinkedIn für Dummies

Deutschland vernetzt sich. Facebook und Xing sind populär, Xing ist in DACH aktuell die führende soziale Business-Netzwerkplattform. Die Dritte im Bunde ist LinkedIn, das etwa gleichalte Business-Netzwerk mit 300 Millionen Nutzern weltweit. Damit ist es Xing weit überlegen, das sich strategisch auf die deutschsprachigen Länder fokussiert. LinkedIn gilt daher zurecht als die Plattform für internationale Business-Kontakte, andererseits aber auch als vergleichsweise unhandlich und nicht so intuitiv bedienbar. Doch LinkedIn holt auf, wird immer populärer. Das macht auch diejenigen neugierig auf dieses Netzwerk, die bislang wenig Spaß an LinkedIn hatten. 

(c) Rita Seidel

StephanKoß ist als Kenner von LinkedIn bekannt, vor allem durch seinen Blog Linkedinsider Deutschland, in dem er immer wieder Analysen, Nutzungstipps und Hintergründe zu LinkedIn veröffentlicht. Wer ihm folgt, weiß, dass LinkedIn keineswegs ausschließlich eine Plattform für internationale Business-Kontakte und Jobs im englischsprachigen Ausland ist. Das Netzwerk hat im Moment erheblichen Zulauf und wächst gerade im deutschsprachigen Raum gewaltig. Gerade der Mittelstand ist hier inzwischen stark vertreten, Tendenz steigt.

 Wer einen Job sucht, egal ob bei internationalen Konzernen oder im Mittelstand, der kommt an LinkedIn nicht vorbei. Gerade für Jobsuchende wichtig: LinkedIn hat eine Reihe von Mechanismen implementiert, die es erlauben, diskret zu suchen, Spamming zu vermeiden und für eine hochwertige Kommunikation sorgen. Kein Wunder also, dass LinkedIn im für Internetsicherheit sensiblen Deutschland boomt. Die in Netzwerken üblichen Umgangsformen (Netiquette) ist bei LinkedIn eher zwischen den Zeilen eingebaut als explizit ausformuliert wie bei Xing.  Stephan Koß’ kleines Büchlein macht den Einstieg einfach: er führt den Anfänger von der Oberfläche über die Profil-Gestaltung und die sinnvolle Nutzung über fortgeschrittene Einstellungen bis hin zu ein paar Kniffen und Tricks, wie man mit LinkedIn gut zurechtkommt. Besonders pfiffig fand ich die Darstellung von Nutzertypen und den spezifischen Handlungsempfehlungen, die Stephan Koß für jeden Typ parat hat. Dabei führt er seine Leser so in die Stärken und Besonderheiten des Netzwerks ein, dass man das Büchlein am besten einfach neben die Tastatur legt und Schritt für Schritt vor allem die ersten Kapitel ausprobiert. Echte Dummies schneiden die ersten beiden Seiten heraus und benutzen sie als Schummelblatt.
Stephan Koß sagt gleich zu Anfang des Buches, dass er sich auf die 20 % der Funktionalität beschränken will, die den Kern von LinkedIn ausmachen. So wird der Nutzer befähigt, LinkedIn auf die richtige Art im richtigen Moment einzusetzen. Mein Eindruck ist, dass das Büchlein genau das tut: Es ist ein kleiner, knapper und gut geschriebener Ratgeber, der die Grundzüge von LinkedIn erschließt. Alles weitere lernt der LinkedIn-Netzwerker schnell dazu. Wer Feuer gefangen hat und soziale Netzwerke professionell nutzen will, dem kann ich Stephan Koß‘ Buch „Social Media für Freiberufler und Kleinunternehmer“ empfehlen.   

Zum Buch:”LinkedIn für Dummies” von Stephan Koß, bei Amazon: http://tinyurl.com/m8enpegISBN 978-3-527-71109-3, erschienen bei Wiley Sept. 2014, Taschenbuch, 128 Seiten.