mana mana… Manager!

Sind Sie eigentlich ein Managertyp? Und wenn ja: Was macht Sie denn dazu?
Wer Manager ist, hat etwas erreicht, hat’s ein stückweit geschafft auf der Karriereleiter. Wobei böse Zungen behaupten, dass es Menschen gibt, die die Arbeit machen, und eben Manager. Dem reinen Wortsinn nach ist der Manager eine Führungskraft im Unternehmen, die anderen gegenüber Weisungsbefugnis ausüben soll, kann und darf.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg ist dieses Berufsbild entstanden. Zuvor teilte sich die Arbeit grob gesagt in Landwirtschaften, Handwerken, Dienstleistung und Handel auf, also gemäß ihren Inhalten. Der Manager wurde eines schönen Tages geboren und organisatorisch darüber eingepflockt. Kraft seines Amtes vereinbart er seither  Ziele, definiert und kontrolliert Prozesse, steuert und entwickelt Teams und bewertet den Fortschritt all dieser.

Kommunizieren, Präsentieren (sowohl per Powerpoint-Folien als auch in Form des eigenem Ego) und andere Soft Skills machen seine Kompetenz aus. Bisweilen hört man, dass Fachkompetenz eher hinderlich sei und den Blick für das Wesentliche verstelle.

In den 70ern wurde viel von der Managerkrankheit geredet, heute versuchen wir, dem Burnout-Syndrom aus dem Weg zu gehen. Und doch gibt es sie – die kerngesunden Workaholics, in 16-Stunden-Arbeitstage getaktet, beseelt von Ideen und Visionen, die sie tagtäglich ein Stück weiter umsetzen, unablässig. Menschen wir Martin Winterkorn (Volkswagen),  Marion Helmes (Celesio), Thomas Rabe (Bertelsmann) oder Stefan Heidenreich (Beiersdorf) sind die Marathonis unter den Führungskräften (siehe Spiegel Online) und offenbar unverwüstlich. Beispiele, die weit über dem Durchschnitt stehen, sie bilden die Elite.

Aber Manager sind auch nur Menschen, Managertypen lassen sich kategorisieren. In Narzissten, Größenwahnsinnige, Tyrannen, Erratische und Paranoide (siehe Wirtschaftswoche), in Beschützer, Künstler, Rationalisten und Idealisten (siehe Zeit Online), ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Allen Kategorien zum Trotz eint sie eines: Erfolgreiche Manager arbeiten mit ihren Kompetenzen und pfeifen auf die eigenen Defizite. Sie haben Ziele, um sie zu erreichen. Mitarbeiter, um sie zu führen. Mal als Schwein, mal als Coach. Erfolg heißt die Devise. Und Erfolg heißt, Ziele mit geeigneten Mitteln, in der Zeit und vielleicht noch ein bisschen besser zu erreichen.

Gestern hatte ich eine Diskussion mit einem Mandanten, wie das Anforderungsprofil einer aktuell vakanten Führungsposition ausgestaltet werden muss. Fachlich hatten wir die Aufgabe schnell schlüssig umrissen, nach einiger Diskussion auch hinsichtlich der sozialen Fähigkeiten. Am längsten zog sich die Klärung der kulturellen Kompetenzen hin. Am Ende waren wir uns einig: die richtige Führungskraft wird sich intrinsisch motiviert ihren Wirkrahmen schaffen, wird auch die ungeschriebenen Anforderungen der Position erkennen und mit ihren Mitteln ausfüllen – ein nicht zu unterschätzender Aspekt von Führungskompetenz.