Hochschulabsolventen: Welche Qualifikationen suchen Unternehmen?

Jedes Jahr veröffentlicht das Staufenbiel Institut seine Studie JobTrends Deutschland. Für die aktuelle Studie wurden im vergangenen Oktober und November 249 Unternehmen befragt, die jährlich 170.000 Bewerber einstellen. 

Die frisch veröffentlichten Ergebnisse geben Aufschluss über die Nachfrage nach den verschiedenen Sparten und Abschlüssen, beleuchtet neben den fachlichen Kompetenzen auch die gesuchten Soft Skills und die Verdienstmöglichkeiten sowie Arbeitszeitmodelle. Einstiegsmöglichkeiten vom Trainee-Programm bis zum Sprung ins kalte Wasser werden beleuchtet, auch dem Thema Gewinn von Praxiserfahrung – es muss nicht immer ein Praktikum sein – hat Platz.

 
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Die Studie ist grafiklastig, eignet sich deswegen zum schnellen Überfliegen, aber auch als profunde Informationsquelle. Denn die ansprechende Visualisierung wird ergänzt durch solide Textpassagen, die oft weitere wesentliche Details über die grafische Aufbereitung hinaus bieten.

Gut gefallen hat mir die Aufschlüsselung nach Branchen und deren jeweiligem Bedarf an Fachkompetenzen. Noch schöner wäre eine Aufschlüsselung nach Unterehmensbereichen – ein Wirtschaftswissenschaftler kann sich ins Marketing gezogen fühlen, ins Controlling oder aber in die interne Beratung – ein ganz wesentliches Kriterium bei der Grundsteinlegung für die eigene Karriere, vielleicht noch wichtiger für den Einzelnen als die Branche des Arbeitgebers.

Wer kurz vor dem Absprung ins Berufsleben steht, findet hier ein paar ganz gute Hinweise zur Positionsbestimmung bei der Jobsuche. Das gilt auch für alle, die eine Entscheidungshilfe für den Eintritt ins Berufsleben nach dem Bachelor oder eine Fortsetzung des Studiums in Richtung Master brauchen.  Der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) wird ausführlich beleuchtet, Jura und Wirtschaftswissenschaften ebenfalls. Weitere Geistes- und die Sozialwissenschaften sucht man vergeblich in der detaillierten Aufschlüsselung der Berufsfelder – aus gutem Grund, denn ihr Anteil an den angebotenen Jobs liegt gerade mal bei fünf Prozent.