Die Selfie-Bewerbung. Ein Test zum Mitmachen.

Drei Gründe dafür, einer dagegen und warum jeder mitmachen kann.

Vor etwa einem Jahr haben wir die Idee umgesetzt, Jobangebote nicht einfach nur als Liste von Anforderungen und Goodies, sondern als Arbeitsplätze durch die Mitarbeiterbrille vorzustellen. Dass wir unseren Kandidaten eine ganze Menge Hintergrundinfos auch in Bildern über unsere Kunden bieten, kommt gut an. Aber geht das auch in die andere Richtung? Können wir  Jobsuchende nicht nur als Lebenslauf und Kenntnisprofil in DIN A4, sondern höchst persönlich, als „ganze Menschen“ vorstellen? Wir finden, Jobsucher haben das verdient. Also haben wir uns auf die Suche gemacht und sind bei Talentcube fündig geworden:

 

Dass Bilder mehr sagen als tausend Worte, ist nicht neu, das weiß die Menschheit seit Jahrhunderten. Das Smartphone macht es möglich, Bilder in allen Lebenslagen sprechen zu lassen. Dann also doch bitte auch in der, die uns bewegt.

Selfies haben schon lange Autogramm- und Urlaubspostkarten abgelöst. Das ist ihnen gelungen, weil sie echter, schneller und persönlicher sind. Weil das nicht nur im Spaßbereich gilt, sondern sich problemlos und vollständig aufs Business übertragen lässt, auch deswegen finde ich die Idee von Talentcube gut.

Papier ist geduldig. Besetzungbedarf dagegen hat es im Normalfall eilig, die Lücke in der Personaldecke zu schließen. Sonst drohen ausfallende Umsätze, unzufriedene Kunden, Wettbewerbsnachteile. Im Wettlauf um die Besten haben diejenigen einen klaren Vorteil, die nicht nur schnell, sondern auch authentisch sind. Für Unternehmen heißt das: 3 x 30 Sekunden Video sind nicht nur schnell angeschaut, sie geben auch ein so echtes, unverfälschtes Bild, dass Spekulationen und Vermutungen der Boden entzogen wird – zumindest weitgehend. Und für Bewerber: Abheben von der Masse, Mut beweisen, einen Schritt voraus sein. Was spricht eigentlich überhaupt gegen die Videobewerbung?

Das Doppelkinn, die Zahnlücke, die nicht ganz ideale Nasenlinie. Ganz ehrlich: die wenig ausgeprägte Leidenschaft am eigenen Bild, an der eigenen Stimme, am Selbst überhaupt, alles das lässt sich nicht einfach so wegwischen, negieren, unter den Tisch kehren. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich da auch nicht völlig ausschließe. Aber Hand aufs Herz: So kennt uns unser Umfeld. Die Kollegen, die Freunde, die Familie. Und selbst Fremde laufen nicht schreiend weg. Also könnte man es doch ruhig mal versuchen, oder?

Wir wagen den Test. Seit heute sind fünf Jobangebote live, die die Videobewerbung als Option bieten. Ich bin sehr gespannt, wie das angenommen wird. Schließlich sprechen wir nicht nur die Generation Y an, die das Smartphone ständig in der Hand hält wie ihre Vorgenerationen den Autoschlüssel oder den Walkman.

Auf das Ergebnis bin ich sehr gespannt. Trauen wir uns so viel Offenheit? Wenn es funktioniert, dann wird die Selfie-Bewerbung Jobsuche und Recruiting schneller und besser machen, weil sie Menschen wirklich Mensch sein lässt und Kompetenzprofilen ein ehrliches Gesicht gibt. 

 

und hier – der Test:

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Für alle, die mittesten wollen, haben wir einen Selfie-Test gebaut. Den Appcode gibt es oben im schwarzen Feld mit dem Talentcube-Logo. Die drei Fragen sind so gewählt, dass jeder mitmachen kann, auch als Nichtsucher. Diese Zielgruppe hat für uns schließlich einen besonderen Charme.

Und für alle anderen: liebe Selfie-Verweigerer, sagt es laut und deutlich und am liebsten gleich hier: was spricht dagegen? Was stört am Selfie-Video? Was fehlt oder ist zu mühsam? Ist es zu kompliziert, ungewohnt, zu sehr Improvisationstheater? Ist es vielleicht sogar schwieriger als ein Bewerbungsanschreiben?

Über alle Arten von Feedback freuen wir uns – gleich hier als Kommentar oder auch per eMail an jobs@rise-personal.de Zwei Monate lang werden wir testen, Antworten und Meinungen einsammeln und anschließend berichten. Vielen Dank schon heute fürs Mitmachen!

 

 

Video: (c) Talentcube

Foto: (c) vadymvdrobot, Fotolia.com